AK6 Kunst und Kultur im Zeitalter der Aufklärung und Romantik

When:
1. December 2017 @ 10:00 – 11:30 Europe/Berlin Timezone
2017-12-01T10:00:00+01:00
2017-12-01T11:30:00+01:00
Where:
Hörsaal XXI Hauptgebäude
Albertus-Magnus-Platz
50931 Köln
Germany
Leitung: Gabriele Huster

Am Beginn des 18. Jahrhunderts stand die absolute Machtfülle des Sonnenkönigs, am Ende das Schafott für den Bürger Capet. Als „Sattelzeit“ hat sich die Epoche des Übergangs von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft eingeprägt. Die Religion verlor ihre Rolle als Rückhalt der Gesellschaft, – Bildung, Emanzipation und freie Künste wurden die neuen Leitbilder. Anfangs wetteiferten Frankreich, England, Preußen und Österreich in wechselnden Allianzen kulturell und militärisch um ihre Vormachtstellung in Europa. Am Ende steht die Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen. Am Anfang stand die schöne heitere Welt des Rokoko, am Ende beginnt die Moderne auch in der Kunst. Den Spannungsbogen repräsentieren z.B. die galanten Schäferszenen des Malers Watteau und die düster-fantastischen Visionen Goyas. Der Arbeitskreis widmet sich der Rolle der Kunst im Kräftespiel zwischen Ancien Regime und beginnendem Massenzeitalter. An Schlüsselwerken wird besonders anschaulich, wie die Kultur verbürgerlichte. Porträts, Landschaften, Genres und Ereignisbilder zeigen die Aufwertung des Gefühls, die Ablehnung akademischer Regeln, die Sensibilisierung für die Natur und die Entdeckung der Kindheit im Geist Rousseaus, aber auch die Reibung zwischen wissenschaftlichem und spekulativem Geist. Nicht zuletzt ändern sich Rolle und Selbstverständnis der Künstler grundlegend