Oct
20
Fri
AK6 Kunst und Kultur im Zeitalter der Aufklärung und Romantik @ Hörsaal XXI Hauptgebäude
Oct 20 @ 10:00 – 11:30
Leitung: Gabriele Huster

Am Beginn des 18. Jahrhunderts stand die absolute Machtfülle des Sonnenkönigs, am Ende das Schafott für den Bürger Capet. Als „Sattelzeit“ hat sich die Epoche des Übergangs von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft eingeprägt. Die Religion verlor ihre Rolle als Rückhalt der Gesellschaft, – Bildung, Emanzipation und freie Künste wurden die neuen Leitbilder. Anfangs wetteiferten Frankreich, England, Preußen und Österreich in wechselnden Allianzen kulturell und militärisch um ihre Vormachtstellung in Europa. Am Ende steht die Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen. Am Anfang stand die schöne heitere Welt des Rokoko, am Ende beginnt die Moderne auch in der Kunst. Den Spannungsbogen repräsentieren z.B. die galanten Schäferszenen des Malers Watteau und die düster-fantastischen Visionen Goyas. Der Arbeitskreis widmet sich der Rolle der Kunst im Kräftespiel zwischen Ancien Regime und beginnendem Massenzeitalter. An Schlüsselwerken wird besonders anschaulich, wie die Kultur verbürgerlichte. Porträts, Landschaften, Genres und Ereignisbilder zeigen die Aufwertung des Gefühls, die Ablehnung akademischer Regeln, die Sensibilisierung für die Natur und die Entdeckung der Kindheit im Geist Rousseaus, aber auch die Reibung zwischen wissenschaftlichem und spekulativem Geist. Nicht zuletzt ändern sich Rolle und Selbstverständnis der Künstler grundlegend
AK7 “Wo sind wir, wenn wir in der Welt sind?” @ Alten Seminarraum des Musikwissenschaftlichen Instituts, Hauptgebäude, 4. OG.
Oct 20 @ 12:00 – 13:30
Leitung: Dr. Susanne Josek

“Raum greift aus uns und übersetzt die Dinge” (Rilke, 2006)
Dieses Seminar widmet sich weniger der Frage „Wer bin ich?“ als vielmehr der Frage nach dem „Wo bin ich?“ im Hinblick auf die verschiedensten künstlerischen Ausdrucksweisen. Was ist Raum? Was bedeutet(e) uns Raum, welche Räume tragen wir in uns, welche ersehnen wir im Außen? Welche Raumschöpfungen nden wir in der bildenden Kunst und was sagen sie über die jeweilige Zeit? Welche Vorstellungen von Raum nden wir in der Musik, die sich doch lange explizit als Zeit- und eben nicht als Raumkunst de nierte? Wie wirken bildnerische, musikalische, architektonische, dichterische Räume auf uns? Und was sagen sie über uns aus? Anhand vielfältiger interdisziplinärer Perspektiven wer- den wir versuchen dem Phänomen „Raum“ näher zu kommen – und machen uns dabei bewusst, dass bereits dieser Vorgang ohne Raum nicht auskommt: die Perspektive setzt einen bestimmten Standpunkt voraus und das Annähern an ein Thema ist stets auch ein räumlicher Prozess. Dabei wird sich das Seminar nicht nur althergebrachten Raumkon- zeptionen widmen, sondern auch – durch die beiden Philosophen Gaston Bachelard und Peter Sloterdijk inspiriert – eher ungewöhnlichen Raum- oder Sphärenmetaphern wie der Blase, den Globen und den Schäumen, Muscheln, Nestern, Schubladen, Winkeln und der Unermesslichkeit.

Exkursionen zum Thema „Raum“ werden überlegt und am Beginn des Semesters mitgeteilt. Ebenso möchte ich – wie bisher auch – Gastreferenten einladen, die auf ihre je eigene Art mit Raum zu tun haben (künstlerisch, kompositorisch, literarisch, naturwissenschaftlich etc.).

„Darum ist die Erkundung nach unserem Wo sinnvoller denn je, denn sie richtet sich auf den Ort, den Menschen erzeugen, um zu haben, worin sie vorkommen können als die, die sie sind.“(Sloterdijk, 1998)

Empfohlene Literatur: Peter Sloterdijk, Sphären I-III, erschienen je bei Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998 – 2004; Gaston Bachelard, Poetik des Raumes (La poétique de l’espace, 1957), Frankfurt am Main 92011; Texte zur Theorie des Raums, hrsg. v. Stephan Günzel, Stuttgart 2013.
Mitsingkonzert mit dem KölnerKinderUni Chor @ Musiksaal, Hauptgebäude
Oct 20 @ 17:00
Für alle, die Freude am Singen haben, gibt es am Freitag, den 20. Oktober 2017 um 17.00 Uhr im Rahmen einer Chorprobe des KölnerKinderUni-Chores ein Mitsingkonzert.
Programm: Der KölnerKinderUni-Chor gibt einen Einblick in seine Probenarbeit und stellt einige Lieder seiner neu veröffentlichten Volkslied-CD vor.Darauf zu hören sind bekannte Lieder wie die ‘Lorelei’ und ‘Ein König in Thule’ wechseln mit unbekannteren. Gemeinsam haben diese Lieder, dass sie spannende Geschichten erzählen, die teilweise vom Text sehr bekannt sind wie z.B.
Der Erlkönig – Der Fischer – Das Schlaraffenland – Der Rattenfänger Anschließend lädt der Chor das Publikum ein, mit ihm ein Stück einzustudieren und bekannte Volkslieder gemeinsam zu singen.
Das Konzert findet im Musiksaal im Hauptgebäude der Universität statt. Zum Musiksaal geht es im Hauptgebäude rechts die Treppe hoch bis in den 3. Stock. (Leider nicht mit Aufzug erreichbar!!) Wir freuen uns auf Ihre Kommen! Bitte melden Sie sich formlos an unter der E-Mail: fgs.uni.koeln@gmail.com
Oct
21
Sat
Kompaktseminar: Texte suchen, Texte lesen, Texte schreiben. Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten @ siehe Eräuterung
Oct 21 @ 10:00

Freitag, 13. Oktober 2017, 10.00 – 16.00 Uhr, Raum 406, Schulungsraum
der Universitätsbibliothek, 4. Stock, Universitätsstr. 33: Texte suchen.
Samstag, 14. Oktober 2017, 10.00 – 16.00 Uhr, Hörsaal XVIIa,
Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz: Texte lesen.
Samstag, 21. Oktober 2017, 10.00 – 16.00 Uhr, Hörsaal XVIIa
Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz: Texte schreiben.

Anmeldung: Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit, Tel. (0221) 470-6298,
E-Mail: senioren-studium@uni-koeln.de

Erläuterung: Diese Kompaktseminare werden vom fgs finanziert.
Am Freitag, den 13. Oktober, werden Techniken und Grundlagen der Literatursuche erklärt.
Neben dem Besuch einer Institutsbibliothek wird die Literatursuche im OPAC der Univer-
sitäts- und Stadtbibliothek mit praktischen Übungen am PC erklärt.
Am Samstag, den 14. Oktober, geht es um das Lesen von wissenschaftlichen Texten:
Welche Textsorten sind zu unterscheiden? Welche Lesemethoden kann ich anwenden? Wie
erarbeite und visualisiere ich die Struktur eines Textes?
Am Samstag, den 21. Oktober, werden das Schreiben von Texten, das Mitschreiben von
Vorlesungen und die aktive Beteiligung an Seminaren thematisiert. Wie schreibe ich für ein
Seminar Protokolle, Referate oder Thesenpapiere? Welche Techniken des Mitschreibens
von Vorlesungen und Seminaren gibt es? Wie formuliere ich Diskussionsbeiträge, so dass
sie den Verlauf des Seminares unterstützen?
In der einstündigen Mittagspause gibt es an allen drei Tagen die Möglichkeit, im Erfri-
schungsraum im Uni-Hauptgebäude einen Imbiss einzunehmen.

902 Bahnhof Belvedere in Köln-Müngersdorf – das älteste Bahnhofsgebäude Deutschlands @ Belvederestraße 147, 50933 Köln-Müngersdorf
Oct 21 @ 14:15 – 16:15
Ein kleines, aber prächtiges Stationsgebäude- so wird der – über 175 Jahre alte und im Originalzustand erhaltene – Bahnhof Belvedere von zeitgenössischen Autoren genannt. Der Bahnhof lag am Endpunkt des ersten Teilstücks einer internationalen Eisenbahnstrecke Köln–Aachen–Antwerpen. Auftraggeber für den 1839 fertiggestellten Bau war die Rheinische Eisenbahngesellschaft. Im August 1839 fand die festliche Einweihung der Strecke von Köln nach Müngersdorf mit einer Sonderfahrt für geladene Gäste statt. Der Zug aus Köln erreichte „in 10 Minuten das eine Meile entfernte, eine schöne Aussicht gewährende, neu und geschmackvoll eingerichtete Belvedere zu Müngersdorf“. Später stillgelegt, gelangte das Gebäude 1892 in den Besitz der Stadt Köln, die es u.a. als Wohnhaus vermietete. Inzwischen leer stehend, verfiel die Anlage. Seit 2010 kümmert sich der Förderkreis Bahnhof Belvedere e.V. um die Wiederherstellung und Nutzbarmachung als bürgerschaftlichen Ort der Kultur, Bildung und Begegnung für die Öffentlichkeit. Herr Ulrich Naumann, Vorstandsmitglied des Förderkreises, führt uns durch Bahnhof und Park.
PREIS = Führungsgebühr, wenn 2. Betrag angegeben ist das Eintrittsgebühr.
Eventuelle freie Plätze sind bei den jeweiligen Kontakpersonen zu erfragen.
Oct
23
Mon
fgs-Literaturkreis @ Seminarraum 310 WiSo Gebäude
Oct 23 @ 14:00 – 15:30
Der fgs-Literaturkreis ist ein Kooperationsprojekt des fgs (Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums an der Universität zu Köln e.V.) mit dem Kölner Literaturhaus. Im Kölner Literaturhaus wird Literatur lebendig; Autorinnen und Autoren stellen in den Veranstaltungen ihre Werke vor. Zusätzlich wird interessierten Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geboten, im Rahmen von Lesekreisen über Literatur zu sprechen. Die Leiterin des fgs-Literaturkreises, Beatrix Becker-Jetzek, gibt die Lektüre vor. Dabei handelt es sich um Gegenwartsliteratur von Autorinnen und Autoren, die auch zu Gast im Literaturhaus sein werden. Häufig werden nicht die aktuellen Bücher gelesen, sondern frühere, die als Taschenbuch erhältlich sind. Bei den Treffen haben alle das jeweilige Buch schon gelesen. Im Literaturkreis werden Lektüreeindrücke ausgetauscht, Lesarten und Interpretationen debattiert – jeder/jede, der/die mag, kommt zu Wort. Zudem werden einige Grundkenntnisse der Literaturwissenschaft vermittelt. Im Zentrum steht immer das Buch. Gemeinsame Besuche der Veranstaltungen des Literaturhauses bieten die Gelegenheit, die Autorinnen und Autoren, deren Bücher besprochen werden, kennenzulernen.
Oct
24
Tue
AK1 Kulturgeschichte des Essens @ Konferenzraum 0.02 Theoretische Physik Gebäude 326
Oct 24 @ 10:00 – 11:30
Leitung: Melina Teubner

Essen beeinflusst sehr viele Bereiche des menschlichen Lebens. Es ist eine existentielle Praxis, denn Menschen müssen Nahrung zu sich nehmen, um zu überleben. Was Menschen essen, wie sie die Nahrungsmittel zubereiten und schließlich konsumieren, unterscheidet sich in verschiedenen historischen Epochen, Gesellschaften und unterschiedlichen sozialen Gruppen deutlich.
Über die gemeinsame Einnahme von Speisen kann zudem Gemeinschaft gestiftet und Identität hergestellt werden. Durch spezi sche Praktiken des Essens kann jedoch auch soziale Distinktion hergestellt werden. Esskulturen und Ernährungsgewohnheiten be nden sich in ständigem Wandel. Ernährungstransfers nden meist im Zuge der Mobilität und Migration von Menschen statt, weshalb dieser Wandel in einer globalisierten Welt besonders rasch vonstattenzugehen scheint.
Der Arbeitskreis bietet einen Überblick über die (globale) Ernährungsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Es werden Aspekte der Globalisierung der Ernährung, Kulturtrans- fers im Zuge der Migration von Menschen (z.B. italienische und türkische Gastarbeiter in Deutschland), Ernährung und Arbeit (Wie verändert sich Ernährung innerhalb der Familie im Zuge einer stärkeren Berufstätigkeit von Frauen?), Ernährung und Hunger aus poli- tischer Perspektive (in Hinsicht auf den Zugang und der Verteilung von Lebensmitteln, Nahrungssicherheit) sowie Fragen der Konsumgeschichte diskutiert.
Grundlage der Diskussion sollen verschiedene wissenschaftliche Texte und historische Quellen (Kochbücher, Speisekarten, Kostmasse, usw.) sein. Der Arbeitskreis bietet aber auch Raum für Ihre eigenen Erfahrungen zum Beispiel hinsichtlich des Wandels von Er- nährungsgewohnheiten im eigenen Umfeld. Neben dem globalen Aspekt weist das Thema einen besonderen Schwerpunkt in der lokalen Geschichte auf.

Ein Reader wird eine Woche vor Beginn im Copyshop Copy-Star hinterlegt.
Es können auch eigene Beiträge in Form von Referaten in die Diskussion mit eingebracht werden.
AK2 Klimawandel: Treibhaus Erde? @ Seminarraum 202, II. Physikalisches Institut
Oct 24 @ 12:00 – 13:30
Leitung: Dr. Ralf Müller und Reinhard Storz

Fast täglich werden wir durch die Medien mit Informationen über den Klimawandel konfrontiert. Gefährliche Realität oder nur ausgedacht? Die Positionen sind häu g so gegensätzlich, dass eine Meinungsbildung schwer fällt. Der Arbeitskreis widmet sich den komplexen Ein üssen zum Klimawandel und nähert sich dem Thema über die folgenden Fragen:
Das Klima hat sich immer schon verändert – mit zahlreichen Wechseln zwischen Eiszeiten und Warmzeiten. Was ist denn nun das Besondere an der gegenwärtigen Erwärmung? Welcher Anteil vom Treibhauseffekt ist natürlichen Ursprungs und was ist durch uns Menschen verursacht?

Welche Gase und Dämpfe in der Atmosphäre haben einen Ein uss auf den Wärmehaushalt der Erde? Über welche Zeiträume sind diese Gase in der Atmosphäre wirksam? Was hat sonst noch einen Ein uss auf das Klima?
Was wären die Folgen einer stärkeren Erwärmung der Erde und welche Rolle spielt dabei der 1988 gegründete Weltklimarat IPCC?
In diesem Zusammenhang werden auch die dort vereinbarten Maßnahmen diskutiert um die Erwärmung auf 2 bis maximal 2,5°C zu begrenzen. Besonders berücksichtigt werden die jeweiligen Umsetzungsstrategien der verschiedenen Länder mit den eingegangenen Verp ichtungen wie beispielsweise die Verringerung der Emissionen von Kohlendioxid, Methan und anderen klimaschädlichen Gasen.
Ebenfalls behandelt werden die, durch den Klimawandel bedingten Veränderungen bei der Energienutzung sowie der Energiewandel in Deutschland. An diesem Arbeitskreis kann jeder teilnehmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Ringvorlesung: Europa, Zur Geschichte der Europäischen Union und des Euro @ Hörsaal II, Hauptgebäude
Oct 24 @ 17:45 – 19:15

Referent: Dr. Tobias Kunstein/ Uni Köln/ Geschäftsführer des Instituts für Politikwissenschaft)

Der Prozess der Europäischen Einigung hat den Kontinent seit dem Ende des zweiten Weltkriegs in immer stärkerem Maße geprägt. War „Brüssel“ als Sitz der wichtigsten Europäischen Institutionen bis in die frühen 1990er Jahre für viele Bürger kaum mehr ein politisches Kuriosum, das sich dem Krümmungsgrad von Gurken widmete, ist die EU seither immer mehr in den Alltag und ins Bewusstsein der Europäer getreten. In der Vorlesung wird Dr. Kunstein Beispiele für diese Entwicklung mit einem Blick auf die Geschichte Europas geben. 

 

Oct
25
Wed
AK3 Einführung in die Filmgeschichte @ Hörsaal XIa, Hauptgebäude
Oct 25 @ 16:00 – 17:30
Leitung: Mirjam Kappes

Vom frühen Stummfilm bis zum heutigen 3D-Kino: Die Filmgeschichte hat bereits einen langen Weg hinter sich. Dabei gibt es streng genommen nicht nur eine Geschichte des Films.
Die Geschichte, wie die „Bilder laufen lernen“, setzt bspw. schon weit im Vor lmischen an, bei frühen Projektionsformen wie der Laterna magica oder dem Phenakistiskop, natürlich auch der Entwicklung der Fotogra e, bildgebenden Verfahren also, die dann in technisch- apparativen Aufzeichnungs- und Abspielverfahren von Projektor und Kamera münden und Zelluloid als dominantes Trägermedium für Film etablieren. Dass sich hieraus narrative, ästhetische und formale Konsequenzen, aber auch neue Möglichkeiten für die lmische Inszenierung ergeben, trug dazu bei, dass sich der Film von anderen Darstellungsformen emanzipieren und so als autonome Kunstform behaupten konnte.
Häu g assoziieren wir „Film“ auch mit „Kino“. Dessen Vorformen wiederum sind bereits in ersten Jahrmarkt-Schaubuden zu nden, in denen Film noch als Faszinosum und Kuriosität präsentiert wurde, bis die Begeisterung für das Medium den Film vom Wandertheater in die Lichtspielhäuser und Filmpaläste trug. Heute stehen Programm- und Kommunalkinos neben Multiplex-Hallen, und auch diese müssen sich gegen zunehmende Konkurrenz behaupten: Denn spätestens seit dem Einzug des Fernsehens schauen wir Filme längst nicht mehr nur im Kinosaal, sondern auch daheim und unterwegs.
Filmgeschichte ließe sich ebenso gut als Personengeschichte erzählen, anhand ihrer Technikpioniere, ein ussreichen Filmemacher*innen (d.h. allen Beteiligten rund um Regie, Drehbuch, Bühnenbild, Kamera, Ton, Schnitt etc.) oder Schauspieler*innen. Nicht umsonst haben sich bestimmte Stile, Gattungen und Genres der Filmgeschichte herausgebildet. Der uralte Wunsch, unsere Gedanken und Vorstellungen in anderen Welten, Situationen und Charakteren auszuleben, ließe sich an Einzelwerken der Filmgeschichte nachvollziehen. Gleichzeitig spiegeln sich in der Geschichte des Films stets auch zentrale politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen der Zeit wider.
Wir wollen uns der Filmgeschichte daher aus diesen unterschiedlichen Perspektiven nähern: Im Fokus stehen medientechnische Entwicklungen (Apparat, Bild, Ton), stil- und genrespezi sche Darstellungsformen (Film noir, Western, Science-Fiction…) sowie verschiedene Aufführungs- und Rezeptionspraktiken (wie, wo und unter welchen Bedingungen schauen wir Film?). Anhand von ausgewählten Szenen sollen Praktiken der Filmanalyse erprobt werden.
collegium musicum – Gioachino Rossini: Petite Messe Solenelle @ Aula Uni Köln
Oct 25 @ 20:00

Gioachino Rossini. Petite Messe Solenelle

Karola Pavone, Sopran
Eva-Marie Schmitt, Alt
Jiyuan Giu, Tenor
Keno Brandt, Bass
Chor und Vokalensemble der Universität zu Köln
Michael Ostrzyga, Harmonium
Christoph Schnackertz, Klavier
Alexander Schmitt, Leitung

Eintritt frei!

Oct
26
Thu
AK4 Die Zukunft der Europäischen Union @ Seminarraum der Kernphysik, Physikalisches Institut
Oct 26 @ 12:00 – 13:30
Leitung: Alina Thieme

Wirtschafts-, Finanz- und Eurokrise sind noch nicht überwunden, schon bringt die Flüchtlingsfrage neue Herausforderungen für die Mitgliedstaaten mit sich. Zu- nehmender Populismus und Euroskeptizismus stellen das europäische Konstrukt in Frage und mit dem Vereinigten Königreich verlässt zum ersten Mal ein Mitgliedstaat die EU. Doch nicht nur im Inneren der EU nehmen die Krisen zu. Auch die Beziehungen der EU zu Drittstaaten stehen vor wachsenden Herausforderungen. Insbesondere das Verhältnis zur Türkei ist angespannt, sodass immer wieder alternative Formen zur Mitgliedschaft diskutiert werden.

Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Herausforderungen behandelt das Seminar schwer- punktmäßig das Konzept der Differenzierten Integration, welches mit der Debatte um die Zukunft der Europäischen Union an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Das Konzept sieht vor, dass integrationswillige Staaten die Möglichkeit haben, außerhalb bestehender Verträge in bestimmten Politikbereichen weiter voranschreiten, auch wenn andere Mitgliedstaaten (noch) nicht bereit sind, sich an diesen Integrationsschritten zu beteiligen.

Basierend auf einer Einführung in die wichtigsten Integrationstheorien und die institutio- nelle Architektur der EU werden insbesondere die Flüchtlingsfrage, der Brexit sowie die EU-Türkei Beziehungen im Seminar genauer beleuchtet. Ebenso werden Chancen und Herausforderungen, die sich aus einer Differenzierten Integration für die EU und Drittstaaten ergeben können, gemeinsam erörtert. Dabei stellen sich Fragen, wie: Wird die EU es schaffen, eine gemeinsame Asyl- und Flüchtlingspolitik auf den Weg zu bringen, an der sich alle Mitgliedstaaten beteiligen? Und welche alternativen Formen zur Mitgliedschaft ergeben sich etwa für das Vereinigte Königreich und die Türkei?

Literaturempfehlungen: Bieling, Hans-Jürgen und Marieka Lerch (Hrsg.) (2012): Theorien der Europäischen Inte- gration, 3. Auflage. Wiesbaden: Springer.
Weidenfeld, Werner und Wolfgang Wessels (Hrsg.) (2016a): Europa von A bis Z. Taschen- buch der europäischen Integration, 14. Auflage. Baden-Baden: Nomos.
Weidenfeld, Werner und Wolfgang Wessels (Hrsg.) (2016b): Jahrbuch der europäischen Integration 2016. Baden-Baden, Nomos.
AK5 Lyrik und Drama in musikalischer Interpretation durch die Zeiten @ Hörsaal XIII, Hauptgebäude
Oct 26 @ 16:00 – 17:30
Leitung: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer

“Wozzeck” irrt durch das Feld, Alban Berg schafft eine Text aufsaugende musikalische Umsetzung in seiner Oper „Wozzeck“ nach dem Fragment „Woyzeck“ von Georg Büchner. In der zeitgenössischen Musik sind Dramen wesentliche „Vorlagen“ für die Libretti der Musiktheaterwerke, u.a. für „Lulu“ von Alban Berg, „Die Soldaten“ von B.A. Zimmermann; „Lear“ von Aribert Reimann, „Salome“ von Richard Strauss. Im 19. Jahrhundert sind die Verknüpfungen der Literatur mit der Musik oder der Musik mit der Literatur fast unüberschaubar. Die Lyrik Goethes, Heines und Eichendorffs ndet sich in den Liedern Schuberts, Schumanns, Brahms, Mendelssohn. Der „Faust“ Goethes ndet in der Faust-Sinfonie von Franz Liszt seine „Verklanglichung“, auch haben sich französische Komponisten dem Goetheschen Werk zugewandt, dem „Faust“ wie dem „Werther“. Schiller und Shakespeare inspirierten Giuseppe Verdi der sowohl „Don Carlos“ wie die „Räuber“ und „Othello“ in musikalische Szene setzte.

Wie haben die Komponisten die Texte, die Dramen, Romane und Gedichte durch Musik „interpretiert“? Welche Schwerpunkte setzten sie durch die Musik? Welche musikalischen Mittel verwendeten sie? Sind ihre Interpretationen andere als die der Literaturwissenschaft? Das Seminar geht den Verbindungen der Literatur mit der Musik auf unterschiedlichen Wegen nach
GfE – Schäden für die Ewigkeit – Bergbaubedingte Reliefveränderungen und ihre Folgen am Beispiel des Ruhrgebiets @ Geo-/Bio-Hörsaal, Universität zu Köln
Oct 26 @ 18:30

Referent: Stefan Harnischmacher, Philipps-Universität Marburg

Oct
27
Fri
AK7 “Wo sind wir, wenn wir in der Welt sind?” @ Alten Seminarraum des Musikwissenschaftlichen Instituts, Hauptgebäude, 4. OG.
Oct 27 @ 12:00 – 13:30
Leitung: Dr. Susanne Josek

“Raum greift aus uns und übersetzt die Dinge” (Rilke, 2006)
Dieses Seminar widmet sich weniger der Frage „Wer bin ich?“ als vielmehr der Frage nach dem „Wo bin ich?“ im Hinblick auf die verschiedensten künstlerischen Ausdrucksweisen. Was ist Raum? Was bedeutet(e) uns Raum, welche Räume tragen wir in uns, welche ersehnen wir im Außen? Welche Raumschöpfungen nden wir in der bildenden Kunst und was sagen sie über die jeweilige Zeit? Welche Vorstellungen von Raum nden wir in der Musik, die sich doch lange explizit als Zeit- und eben nicht als Raumkunst de nierte? Wie wirken bildnerische, musikalische, architektonische, dichterische Räume auf uns? Und was sagen sie über uns aus? Anhand vielfältiger interdisziplinärer Perspektiven wer- den wir versuchen dem Phänomen „Raum“ näher zu kommen – und machen uns dabei bewusst, dass bereits dieser Vorgang ohne Raum nicht auskommt: die Perspektive setzt einen bestimmten Standpunkt voraus und das Annähern an ein Thema ist stets auch ein räumlicher Prozess. Dabei wird sich das Seminar nicht nur althergebrachten Raumkon- zeptionen widmen, sondern auch – durch die beiden Philosophen Gaston Bachelard und Peter Sloterdijk inspiriert – eher ungewöhnlichen Raum- oder Sphärenmetaphern wie der Blase, den Globen und den Schäumen, Muscheln, Nestern, Schubladen, Winkeln und der Unermesslichkeit.

Exkursionen zum Thema „Raum“ werden überlegt und am Beginn des Semesters mitgeteilt. Ebenso möchte ich – wie bisher auch – Gastreferenten einladen, die auf ihre je eigene Art mit Raum zu tun haben (künstlerisch, kompositorisch, literarisch, naturwissenschaftlich etc.).

„Darum ist die Erkundung nach unserem Wo sinnvoller denn je, denn sie richtet sich auf den Ort, den Menschen erzeugen, um zu haben, worin sie vorkommen können als die, die sie sind.“(Sloterdijk, 1998)

Empfohlene Literatur: Peter Sloterdijk, Sphären I-III, erschienen je bei Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998 – 2004; Gaston Bachelard, Poetik des Raumes (La poétique de l’espace, 1957), Frankfurt am Main 92011; Texte zur Theorie des Raums, hrsg. v. Stephan Günzel, Stuttgart 2013.